AWO-ventskalender „IT-Sicherheit“
Als Lerngeschenk zum Jahresende führte der AWO-ventskalender spielerisch an das Digitalkompetenzfeld „Sicherheit und Privatsphäre“ heran. 24 Türchen gaben in verständlicher Sprache Tipps zu Verschlüsselung, Updates, Backups oder warnten vor Betrugsmaschen und Falschnachrichten. Augenzwinkernde Quiz-Fragen und Tool-Hinweise zum Ausprobieren und Nachmachen machten den besonderen Charme des Angebots für Haupt- und Ehrenamt aus. Der Online-Kalender wurde verbandsweit verbreitet, bis zu 400 Personen interagierten pro Tag mit dem Tool. Inhalte wurden in Intranet-Anwendungen von AWO-Sozialunternehmen und in ehrenamtlicher Bildungsarbeit eingebunden. Die Erarbeitung der Inhalte erfolgte in einer interdisziplinären Projektgruppe der AWO-Digitalisierungscommunity. Fachkräften der Bereiche Digitalisierung, IT- und Eingliederungshilfe kamen auf Augenhöhe zusammen. Damit haben wir erneut einen Leuchtturm für gliederungsübergreifende und agile Zusammenarbeit geschaffen.
Die Inhalte des Kalenders dokumentieren wir hier zur weiteren Verwendung für die Vermittlung digitaler Kompetenzen.

Türchen 1: Personenbezogene Daten
Personenbezogene Daten sind Informationen, die dir gehören und dich als Person beschreiben. Dazu zählen Dinge wie dein Name, deine Adresse, dein Geburtsdatum oder deine Telefonnummer. Aber auch deine biometrischen Daten, wie dein Fingerabdruck oder deine Stimme gehören dazu. Personenbezogene Daten sind wichtig, weil sie etwas über dich verraten und dich von anderen unterscheiden.
Es ist wichtig, diese Daten zu schützen, weil sie dir gehören und niemand sie ohne deine Erlaubnis verwenden sollte. Wenn jemand unbefugt Zugriff darauf erhält, könnte er sie nutzen, um so zu tun, als wäre er du, oder um dir unerwünschte Werbung zu schicken.
Stell dir vor, jemand schreibt mit deinen personenbezogenen Daten einen Brief an den Weihnachtsmann und du bekommst dann Geschenke, die du dir gar nicht gewünscht hast. Da wärst du an Heiligabend aber sehr enttäuscht!
Tipps
Hier ein paar Tipps, für einen sicheren Umgang mit deinen personenbezogenen Daten:
- Passwörter sicher machen: Verwende starke Passwörter, die schwer zu erraten sind. Nutze für jeden Account ein anderes Passwort. Ein Passwort-Manager kann helfen, sie alle zu speichern.
- Vorsichtig sein beim Teilen: Teile persönliche Infos wie deinen Namen oder deine Adresse nur mit Leuten oder auf Websites, denen du vertraust.
- Geräte immer updaten: Stelle sicher, dass du regelmäßig die neueste Software auf deinen Geräten installierst, damit sie sicherer sind und niemand sie leicht hacken kann.
Türchen 2: Digitale Identität
Unter digitaler Identität verstehen wir alle Informationen über eine Person im Internet. Dazu gehören Nutzerkonten und Social-Media-Posts. Diese Daten formen ein Bild der Persönlichkeit im Netz. Wenn sie in falsche Hände geraten, kann das zu Problemen führen.
Andererseits bezeichnet der Begriff die eindeutige Identifikation einer Person, zum Beispiel beim Einloggen in ein soziales Netzwerk oder einen E-Mail-Account bzw. bei der digitalen Unterzeichnung eines Dokumentes Wenn solche Daten verloren gehen, können Accounts übernommen werden. Kriminelle nutzen fremde Identitäten, um Rufschädigung oder Betrug zu begehen. Neben dem Verlust von Privatsphäre kann ein finanzieller Schaden drohen.
Tipps
Tipps zum Schutz der digitalen Identität:
- Nutze starke, eigene Passwörter für jedes Konto und mache regelmäßige Updates für Software und Geräte.
- Teile nicht zu viele persönliche Details öffentlich.
- Aktivieren die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wir erklären dir in einem späteren Türchen, wie das geht.
Schau nach, ob deine Zugangsdaten in der Vergangenheit von Kriminellen erbeutet wurden. Wenn ja, sichere deine Accounts mit einem neuen Passwort und einem zweiten Faktor: https://sec.hpi.de/ilc/
Türchen 3: Verschlüsselung
Verschlüsselung ist eine Methode, um Informationen geheim zu halten. Dabei werden Informationen, genannt Klartext, in Geheimtext umgewandelt, also verschlüsselt. Dazu wird ein Schlüssel verwendet, der geheim ist und nur den Befugten bekannt sein darf.
Mit dem richtigen Schlüssel kann man den Geheimtext wieder in den Klartext zurückverwandeln. Das heißt, man kann den Text entschlüsseln. Bei den meisten Verschlüsselungs-Verfahren müssen Schlüssel getauscht werden, damit man Nachrichten verschlüsseln und entschlüsseln kann. Häufig passiert das automatisch.
Verschlüsselung kann sowohl Dateien als auch Nachrichten und Surfverhalten vor unerwünschtem Mitlesen schützen. Inzwischen werden Verschlüsselungen für alle Formen der Online-Kommunikation genutzt. Man kann verschlüsselt chatten, Dateien übertragen oder Bankgeschäfte erledigen.
Beispiele für Verschlüsselung sind:
– Messenger
– Internettelefonie (VoIP)
– Virtual Private Networks (VPN)
– Surfen mit dem Browser (SSL)
Verschlüsselung ausprobieren
Es gibt viele verschiedene Techniken zum Verschlüsseln. Das Prinzip kann man anhand der simplen Caesar-Verschlüsselung verstehen. Der unten stehende Klartext wird in einen Geheimtext umgewandelt. Als geheimer Schlüssel wird hier „C“ benutzt, also der dritte Buchstabe des Alphabets.
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Das heißt, jeder Klartextbuchstabe wird durch den im Alphabet drei Stellen späteren Buchstaben ersetzt. Aus einem „a“ wird also „D“ usw. Wenn man über das Ende des Alphabets hinauskommt, beginnt man wieder am Anfang. Aus „z“ wird somit „C“.
Probiere eine solche Verschlüsselung mit unserem Tool-Tipp aus. Diese Verschlüsselung ist natürlich veraltet und unsicher. Moderne Verschlüsselungen beruhen auf komplexen mathematischen Verfahren.
Türchen 4: Phishing
Unter digitaler Identität verstehen wir alle Informationen über eine Person im Internet. Dazu gehören Nutzerkonten und Social-Media-Posts. Diese Daten formen ein Bild der Persönlichkeit im Netz. Wenn sie in falsche Hände geraten, kann das zu Problemen führen.
Phishing ist eine Methode, mit der Kriminelle versuchen, an persönliche Informationen zu kommen. Dazu gehören Passwörter, Kreditkarten- und Kontoinformationen. Das passiert über verschiedene Wege, oft mit gefälschten E-Mails oder Webseiten. Man klickt auf einen Link und öffnet eine schädliche Browserseite.
Tipps
Tipps um Phishing zu vermeiden
- Überprüfe immer die Absenderadresse. Achte dabei auf Rechtschreibfehler, schlechte Grammatik oder subtile Abweichungen.
- Auch eine allgemeine statt einer persönlichen Anrede kann ein Hinweis sein.
- Frage dich: Erwarte ich diese E-Mail?
- Achtung: Cyberkriminelle arbeiten mit Zeitdruck oder Bedrohung (z. B. Ihr Bankkonto wurde gehackt). Wenn eine Nachricht zum sofortigen Handeln auffordert, nimm dir einen Moment Zeit und schau dir die Nachricht genau an!
- Sei vorsichtig bei Links in E-Mails. Klicke nicht auf Links in E-Mails, wenn du der Quelle nicht vertraust. Überprüfe einen Link, bevor du ihn anklickst, in dem du der Maus darüberfährst. Unten im Bildschirm siehst du eine Vorschau des Links. Du kannst ihn genauso prüfen wie die E-Mail-Adresse. Wenn du unsicher bist, kopiere den Link per Rechtsklick in die Zwischenablage und schau auf dieser Webseite nach: https://www.virustotal.com/gui/home/upload
- Gib niemals persönliche Daten ein, die du per E-Mail bekommen hast. Gehe stattdessen über die Webseite.
- Schütze deine Konten zusätzlich mit Sicherheitssoftware und Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Türchen 5: Sichere Passwörter
Zu den am häufigsten verwendeten Passwörtern gehören
- 123456789
- 12345678
- hallo
- password
- qwerty/qwertz (je nach Tastatur)
Mehr erfährst du mit einem Klick auf unseren Link.
Diese Passwörter haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind äußerst anfällig für Angriffe. Sie lassen sich leicht erraten oder sind durch sogenannte Brute-Force-Angriffe, also reines Ausprobieren, einfach zu knacken.
Tipps
Nutze für jedes Konto ein einzigartiges Passwort – keine Wiederholungen auf verschiedenen Websites!
Ein besonders sicherer Ansatz ist die Verwendung einer Passphrase. Das ist ein Satz, der sowohl schwer zu erraten als auch leicht zu merken ist. Ein Beispiel dafür könnte so aussehen: „DerSchneefielimDezember2025!“
Zusätzliche Tipps:
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Aktiviere, wo immer möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung für zusätzlichen Schutz.
- Passwort-Manager: Ein Passwort-Manager hilft dir, komplexe Passwörter sicher zu speichern und zu verwalten.
- Passkeys: Passkeys sind wie ein unsichtbarer Schlüssel, den dein Gerät sicher aufbewahrt, damit du dich ohne Passwort anmelden kannst – oft reicht dafür dein , um zu zeigen, dass du es wirklich bist.
Mit diesen einfachen Maßnahmen kannst du die Sicherheit deiner Konten deutlich erhöhen.
Türchen 6: Passwortmanager
Wir haben euch gestern erklärt, wie man sichere Passwörter wählt. Man muss sich nicht für jeden Account ein anderes Passwort merken. Dafür gibt es Passwort-Manager. Das sind digitale Tools, die Zugangsdaten verschlüsselt speichern und verwalten. Man muss sich nur noch das Master-Passwort für den Passwortmanager merken. Dieser generiert und speichert starke, einzigartige Passwörter für jede Website oder App. Das erhöht die Sicherheit, da man keine einfachen oder identischen Passwörter wiederholt verwenden muss. Passwortmanager schützen vor Hacks und vereinfachen den Alltag, indem sie automatisch Passwörter einfügen.
Tipps
Passwortspeicher sind inzwischen in allen Browsern intergiert. Deutlich sicherer sind aber eigenständige Passwortmanager-Programm. Wir empfehlen KeePassXC. Das Programm ist kostenfrei, quelloffen und hat zahlreiche Funktionen.
Am Arbeitsplatz: Frage bei der IT nach der Verwendung von Passwortmanagern.
Türchen 7: Messenger-Dienste und Datenschutz
WhatsApp und Datenschutz: Wie sicher sind deine Nachrichten wirklich?
Bei der Nutzung von Messenger-Diensten wie WhatsApp werden deine Daten grundsätzlich auf den Servern des Anbieters gespeichert, auch wenn die Kommunikation durch Ende- zu-Ende-Verschlüsselung geschützt ist. Das bedeutet, dass Nachrichten unterwegs verschlüsselt sind und nur der Sender und der Empfänger sie lesen können. Trotzdem gibt es einige Risiken, die hier am Beispiel von WhatsApp aufgezeigt werden:
- Datenaufbewahrung: WhatsApp speichert Metadaten wie wer mit wem, wann und wie lange kommuniziert hat. Auch wenn die Nachrichten selbst verschlüsselt sind, können diese Metadaten verwendet werden, um ein umfassendes Profil von dir zu erstellen.
- Weitergabe an Facebook: WhatsApp gehört zu Facebook (Meta-Konzern), und es gibt eine enge Verbindung zwischen den beiden. Das bedeutet, dass WhatsApp bestimmte Daten mit Facebook teilen kann, um etwa Werbung zu personalisieren.
- Backup-Daten: Wenn du Nachrichten in Cloud-Diensten wie Google Drive sicherst, sind diese Backups i.d.R. nicht verschlüsselt könnten bei einem Hack angreifbar sein. Wie die Verschlüsselung eingerichtet werden kann, siehst du im Link unten.
Zusammengefasst: Messenger bieten zwar eine gewisse Sicherheit durch die Verschlüsselung der Nachrichten, aber deine Daten sind nicht komplett sicher, besonders in Bezug auf Metadaten, Cloud-Backups und die Verbindung zu anderen Diensten. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte auf alternative Messenger wie Signal oder Threema ausweichen, die weniger Daten sammeln und eine bessere Verschlüsselung bieten.
Wenn du dein WhatsApp sicherer machen möchtest, schau dir unseren Lese-Tipp an.
Bitte lese dir den Artikel hinter dem Link durch! Auch im AWO-ventskalender Team wusste kaum jemand, dass die Back-Ups von Whats-App erst nach einer Änderung der Einstellungen verschlüsselt werden. Dies kann man im Rahmen des Datenschutz-Check-Ups auf Whats-App einstellen.
Lesefutter für andere Messenger haben wir natürlich auch: Signal // Threema
Türchen 8: Schadsoftware
Schadsoftware ist ein Programm, das sich auf einem Computer installiert und dort schädliche Funktionen ausführt. Die Benutzenden wissen in der Regel nicht, dass sich Schadsoftware auf ihrem Computer befindet.
Es gibt viele verschiedene Arten von Schadsoftware, zum Beispiel Viren, Würmer, Ransomware, Spyware und Adware. Das sind bösartige Programme, die oft mehrere Funktionen haben. Wenn sie ein System infiziert haben, können sie zusätzliche Programm laden, die weiteren Schaden anrichten.
Tipps
Was tun gegen Schadsoftware?
- Führe regelmäßig und zeitnah Updates von Betriebssystem und Programmen auf allen Geräten durch, um Sicherheitslücken zu schließen.
- Sei vorsichtig beim Öffnen von E-Mails – insbesondere, wenn du Links und Anhänge anklickst und wenn es sich um die unerwartete Nachricht eines unbekannten Absenders handelt.
- Lade Daten nur von vertrauenswürdigen Quellen herunter.
- Mach regelmäßig Backups deiner wichtigen privaten Daten. So kannst du sie wiederherstellen, falls sie verschlüsselt oder gelöscht werden. Informiere dich am Arbeitsplatz bei der IT über die Datensicherung.
- Installiere ein Virenschutzprogramm und eine Firewall, um Schadprogramme möglichst beim ungewollten Download zu erkennen.
- Vorsicht bei öffentlichen W-LANs und fremden USB-Sticks.
Türchen 9: Cyberangriffe
Ein Cyberangriff ist wie ein Einbruch ins digitale Zuhause oder Büro. Er kann verschiedene Formen annehmen, doch oft folgt er einem Muster:
- Aufklärung: Angreifer suchen Informationen über ihr Ziel, z. B. Schwachstellen in IT-Systemen oder öffentlich zugängliche Daten.
- Eindringen: Über Phishing-Mails, Schadsoftware oder unsichere Passwörter verschaffen sie sich Zugang zu einem System.
- Verankerung: Einmal drin, installieren sie Schadprogramme, um den Zugang zu sichern und sich tiefer in Netzwerke zu bewegen.
- Ausnutzung: Jetzt wird der Schaden angerichtet – Daten werden gestohlen oder Systeme sabotiert. Inzwischen werden Daten und Systeme oftmals verschlüsselt, um Lösegeld zu erpressen.
- Vertuschung: Angreifer verschleiern ihre Spuren, um unentdeckt zu bleiben.
Solche Angriffe können Privatpersonen und Unternehmen gleichermaßen treffen, da sie automatisiert ablaufen und bekannte Schwachstellen ausgenutzt werden.
Beispiel: Cyberangriff auf Anhalt-Bitterfeld
Im Juli 2021 wurde die digitale Infrastruktur der Verwaltung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld durch einen Hackerangriff lahmgelegt. Ein Ransomware-Angriff hatte zur Folge, dass alle Laufwerke und Dateien verschlüsselt wurden. Dies hatte Auswirkungen auf die Bürger des Landkreises. Sie konnten zum Beispiel keinen Pass oder keine PKW-Zulassung beantragen. Auch ausländische Studierende waren betroffen, da wichtige Aufenthaltsdokumente nicht ausgestellt werden konnten.
Der MDR hat Deutschlands erste Cyberkatastrophe in dem Podcast „You are fucked” aufgearbeitet.
Tipps zum Schutz vor Cyberangriffen
- Auch hier gilt: Nutze starke, eigene Passwörter für jedes Konto und aktiviere automatische Updates für Software und Geräte.
- Im Türchen Nr. 4 kannst du nachlesen, wie du dich vor Phishing-Mails schützen kannst. Besondere Vorsicht gilt bei Anhängen und Links.
- Installiere Apps und Programme nur aus vertrauenswürdigen Quellen (App-Stores, Hersteller-Seite).
- Lass deine Geräte nie unbeobachtet, um unbefugtem Zugriff und Manipulation zu erschweren. (Tipp: Drücke WIN + L zum sperren)
- Fertige (verschlüsselte) Sicherheitskopien wichtiger privater Daten auf externen Speichermedien an.
- Melde ungewöhnliche Aktivitäten sofort der IT-Abteilung.
Mehr erfahren
Türchen 10: Webseiten-Sicherheit
Das Internet ist heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – sei es, um Informationen zu suchen, soziale Netzwerke zu nutzen oder online einzukaufen. Doch so nützlich das Netz auch ist, lauern hinter vielen Webseiten versteckte Gefahren wie Phishing, Malware oder betrügerische Angebote.
Die Herausforderung: Auf den ersten Blick sehen viele gefährliche Seiten täuschend echt aus. Sie können dich dazu verleiten, persönliche Daten preiszugeben, schadhafte Dateien herunterzuladen oder betrügerischen Anbietern zu vertrauen. Zum Glück gibt es einfache Maßnahmen, um sicherzustellen, dass du auf seriösen Webseiten unterwegs bist.
Hierauf solltest du achten:
- Prüfe die URL: Bevor du einer Webseite vertraust, wirf einen genauen Blick auf die Adresse. Fällt dir etwas Ungewöhnliches auf? Rechtschreibfehler oder Abweichungen von der erwarteten Domain („amaz0n.de“ statt „amazon.de“) können ein klares Warnsignal sein.
- Achte auf HTTPS: Eine sichere Verbindung erkennst du am Schloss-Symbol in der Adressleiste deines Browsers und der „https://“-Adresse. Fehlt das „s“, solltest du besser keine persönlichen Daten oder gar Zahlungsinformationen eingeben.
- Überprüfe das Impressum: Eine seriöse Webseite hat ein vollständiges Impressum mit Kontaktmöglichkeiten. Fehlen diese Informationen oder wirken sie unplausibel, sei skeptisch.
- Bist du auf der echten Seite? Öffne einen neuen Tab und suche nach dem Namen der Webseite. Wird die Seite überhaupt gelistet? Und wenn ja, stimmt die URL mit der von dir geöffneten Seite überein?
- Wenn du dir immer noch unsicher bist, kannst du die Webseite in der Wayback Machine überprüfen. Dieses Tool zeigt dir, wie lange die Seite schon existiert und ob sie früher Inhalte hatte (und welche) – ein nützliches Indiz für ihre Vertrauenswürdigkeit. Vorsicht bei Webseiten, die noch nicht lange existieren!
Türchen 11: Fake News
Fake News sind bewusst verbreitete Falschinformationen, die oft emotionale Reaktionen hervorrufen sollen. Desinformation verbreitet sich oft schnell und gezielt. Um Falschinformationen zu entlarven, ist es wichtig, Fakten zu überprüfen. Fakten statt Vermutungen schützen Dich vor falschen Informationen.
Fakten Check:
Achte auf die Quelle: Ist sie vertrauenswürdig und bekannt?
Verifiziere Aussagen mithilfe von Fact-Check-Diensten wie Correctiv oder Mimikama. Hinterfrage extreme oder emotional aufgeladene Inhalte und vergleiche sie mit anderen Quellen.
Nutze auch Google Reverse Image Search, um manipulierte Bilder zu entlarven und verlasse dich nicht nur auf Social Media.
Soziale Netzwerke leben von Interaktion und Aufmerksamkeit. Teile und Like nur Inhalte, denen du vertraust.
Türchen 12: Fake-Shops
Täuschung zur Weihnachtszeit: Erkenne und vermeide Fake-Shops beim Geschenkekauf
Fake-Shops sind wie der Grinch, der versucht, deine Freude zu stehlen. Sie sehen aus wie echte Online-Shops und locken mit verführerischen Angeboten, gerade zur Weihnachtszeit, wenn viele Menschen Geschenke suchen. Statt echter Geschenke erhältst du aber oft gefälschte Waren oder gar nichts.
Es gibt ein paar Dinge, auf die du achten kannst, um Fake-Shops zu erkennen:
Prüfe die URL: Oft haben Fake-Shops seltsame Webadressen. Achte darauf, dass die URL professionell aussieht und mit „https://“ beginnt.
Überprüfe die Bewertungen: Wenn keine oder nur extrem positive Bewertungen vorhanden sind, könnte etwas faul sein.
Impressum suchen: Seriöse Shops haben immer ein Impressum mit Kontaktinformationen.
Zahlungsarten: Wenn nur Vorkasse angeboten wird, sei vorsichtig.
Vertraue deinem Bauchgefühl: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch.
Soziale Netzwerke leben von Interaktion und Aufmerksamkeit. Teile und Like nur Inhalte, denen du vertraust.
Türchen 13: Cookies
Was sind eigentlich Cookies?
Cookies sind leckere kleine Backwaren, die besonders in der Weihnachtszeit gerne verspeist werden.
Und dann gibt es noch Cookies, die uns ständig beim Surfen im Internet begegnen. Hier sind Cookies kleine Textdateien, die von Websites auf deinem Computer oder Smartphone gespeichert werden. Sie helfen Websites, sich an dich zu erinnern.
Session Cookies sind temporär und verschwinden, wenn du deinen Browser schließt. Sie merken sich, was du während einer Sitzung getan hast (z.B. Waren in einen Warenkorb gelegt)
Tracking Cookies bleiben länger und helfen Websites, sich bei deinem nächsten Besuch an dich zu erinnern (z.B. persönliche Einstellungen wie Sprache)
Technisch notwendige Cookies sind wichtig, damit die Website richtig funktioniert, während Analyse-Cookies das Verhalten der Nutzer verfolgen, um die Website zu verbessern und personifizierte Werbung zu schalten.
Umgang mit Cookies:
Du kannst Cookies in den Einstellungen deines Browsers verwalten.
Es ist ratsam, regelmäßig Cookies zu löschen und auszuwählen, welche du zulassen möchtest, um deine Privatsphäre zu schützen.
Türchen 14: Sicherer und datenschutzfreundlicher Browser
Verschenke nicht deine Daten – So surfst du geschützt im Internet
Eigentlich ist die Weihnachtszeit eine besinnliche Zeit, wäre da nicht der Stress mit den Geschenken. Zum Glück kann man die auch online kaufen. Aber Vorsicht: Nicht jeder Browser schützt deine Daten beim Online-Shopping gleichermaßen.
Erstmal von vorn: Ein Browser ist ein Programm, das dir Webseiten im Internet anzeigt. Dabei werden bei jedem Aufruf einer Webseite auch Informationen von dir weitergegeben. Z.B. dein Standort und deine letzten besuchten Webseiten. So wird dein Online-Verhalten verfolgt.
Wie schütze ich mich beim Online-Shopping
Die gute Nachricht: Du kannst dich ziemlich einfach davor schützen.
Nutze am besten Firefox als Browser. Im Gegensatz zu anderen Browsern wie Chrome, Edge oder Safari schützt Firefox deine Daten automatisch vor neugierigen Webseiten. Natürlich sammelt Firefox auch Daten, aber nicht im gleichen Umfang wie Google, Microsoft oder Apple.
Wenn du jetzt noch die Datenschutz-Tipps von Firefox umsetzt, ist deine Privatsphäre beim Online-Shopping super geschützt.
Türchen 15: Datensparsamkeit
Verschenke nicht deine Daten – So surfst du geschützt im Internet
Eigentlich ist die Weihnachtszeit eine besinnliche Zeit, wäre da nicht der Stress mit den Geschenken. Zum Glück kann man die auch online kaufen. Aber Vorsicht: Nicht jeder Browser schützt deine Daten beim Online-Shopping gleichermaßen.
Erstmal von vorn: Ein Browser ist ein Programm, das dir Webseiten im Internet anzeigt. Dabei werden bei jedem Aufruf einer Webseite auch Informationen von dir weitergegeben. Z.B. dein Standort und deine letzten besuchten Webseiten. So wird dein Online-Verhalten verfolgt.
Wie schütze ich meine Privatsphäre?
Die gute Nachricht: Du kannst dich ziemlich einfach davor schützen. Nutze am besten Firefox als Browser. Im Gegensatz zu anderen Browsern wie Chrome, Edge oder Safari schützt Firefox deine Daten automatisch vor neugierigen Webseiten. Natürlich sammelt Firefox auch Daten, aber nicht im gleichen Umfang wie Google, Microsoft oder Apple.
Wenn du jetzt noch die Datenschutz-Tipps von Firefox umsetzt, ist deine Privatsphäre beim Online-Shopping super geschützt.
Türchen 16: Digitale Betrugsversuche
Digitale Betrugsversuche erkennen
Enkeltrick, Schockanrufe, „Hallo Mama, hallo Papa“-Nachrichten – viele von uns haben solche Betrugsmaschen schonmal erlebt:
Enkeltrick: „Rate mal, wer hier spricht“. Mit solchen Worten melden sich Betrüger*innen meist bei älteren Menschen, geben sich als Enkel*innen aus und bitten um Bargeld. Die Betrüger*innen machen auch Hausbesuche.
Schockanrufe: Betrüger*innen täuschen Notsituationen wie Verkehrsunfälle vor und geben sich am Telefon als Polizei aus: Für eine Kaution wird Bargeld benötigt.
Betrügerische SMS/WhatsApp-Nachrichten: Betrüger*innen geben sich als Verwandte aus, die eine neue Nummer haben und dringend Bargeld benötigen.
Alle Betrugsversuche haben etwas gemeinsam: Sie machen Angst und setzen unter Druck
So schützt du dich und deine Verwandten
Sei misstrauisch, wenn dich eine „verwandte“ Person auf ungewöhnlichem Weg kontaktiert.
Lass dich nicht unter Druck setzen! Nimm dir Zeit, um die Angaben von Anrufenden zu überprüfen.
Gib keine persönlichen Informationen, Passwörter oder Finanzdaten preis.
Kontaktiere die jeweilige Person über vertraute Wege.
Nutze die Feiertage und informiere deine Verwandten, Freund*innen und Nachbar*innen über diese Betrugsversuche. Oft schämen sich die Opfer. Dabei kann es jede*n treffen.
Türchen 17: Werbung und Werbeblocker
Werbung und Werbeblocker
Das Internet ist voller Werbung. Die ist nicht nur nervig, sondern stellt ein echtes Sicherheitsrisiko da. Werbung im Internet wird oft von anderen Firmen verkauft, die sie dann auf den Seiten einblenden. Diese Firmen prüfen die Inhalte aber nicht immer. Werbeanzeigen sind Einfallstore für Schadsoftware oder Phishing-Versuche. Man kann sich davor schützen, indem man einen Werbeblocker verwendet. Dieser filtert die Werbung heraus, sodass man sie nicht mehr angezeigt bekommt. Die meisten Werbeblocker werden als Browser-Add-on angeboten.
Achtung: Manche Webseiten erkennen Ad-Blocker und fordern dazu auf, diese zu deaktivieren. Überlege genau, ob du das tun möchtest.
Tipps zum Umgang mit Werbung und Werbeblocker
Nutze einen seriösen Werbeblocker, z. B. uBlock Origin
Halte Tools und Browser durch automatische Updates aktuell.
Deaktiviere den Blocker nur für vertrauenswürdige Seiten.
Türchen 18: Sicherheit der eigenen Geräte
PC und Smartphone: Die eigenen Geräte richtig absichern
Fast jeder von uns hat ein Smartphone oder einen Computer. Vielleicht sogar beides. Bei den ganzen Einstellungen ist es oft gar nicht leicht, die eigenen Geräte sicher einzurichten. Wir geben euch 7 Tipps, mit denen Ihr eure Geräte sicherer macht:
7 Tipps um die eigenen Geräte sicherer zu machen.
1. Haltet euer Betriebssystem und die Anwendungen darauf immer aktuell. Aktiviert dazu nach Möglichkeit immer automatische Updates.
2. Ladet Anwendungen nur aus offiziellen Quellen herunter (App-Stores oder die Hersteller-Website)
3. Deinstalliert nicht mehr benötigte Anwendungen. Dadurch reduziert ihr eure Angriffsfläche.
4. Prüft bei Apps die erteilten Berechtigungen. Die Taschenlampen-App braucht keinen Zugriff auf eure Fotos.
5. Lasst die eigenen Geräte nie unbeaufsichtigt und richtet eine Bildschirmsperre ein (bei Windows: “Windows-Taste” +”L-Taste” zeitgleich drücken)
6. Sichert eure Daten! Mehr Infos dazu gibt’s im Türchen Nr. 20.
7. Wenn ihr neue Geräte kauft: Prüft die Update-Garantie. Wie lange wird das Gerät noch mit Updates versorgt?
Türchen 19: 2-Faktor-Authentisierung (2FA)
Doppelt geschützt vor digitalen (Weihnachts-)Grinchen
Gebrannte Mandeln, Zuckerwatte, Lebkuchen – Den Weihnachtsmarkt riecht man schon von Weitem. Davor schnell noch Geld abheben: Einfach die Karte in den Bankautomaten stecken, die PIN eingeben… Moment, wieso braucht man eigentlich Karte UND PIN?Bei der Bank braucht man 2 Faktoren, um die eigene Identität nachzuweisen (zu authentisieren):
1) Bankkarte
2) 4-stellige PIN
Falls die Bankkarte gestohlen wird, ist das eigene Konto immer noch durch die PIN geschützt. Reicht im Internet dann das Passwort allein aus? Nein!
Die Sicherheit von online Konten mit 2FA
Vor allem bei wichtigen Online-Konten (Banking, E-Mail, Shopping) kann ein großer Schaden entstehen, wenn euer Passwort „geknackt“ wird. Das ist auch trotz super sicherer Passwörter möglich.
Daher solltet Ihr wichtige Konten immer mit 2 Faktoren absichern:
1) Passwort
2) PIN per SMS oder besser per 2FA-App
Einen 2. Faktor könnt ihr für eure Konten ganz einfach einrichten: Die Option dazu findet ihr meistens unter „Einstellungen“ im Bereich „Sicherheit“. So schützt Ihr euer Konto vorm digitalen Grinch.
Türchen 20: Backups
Wieso Backups wichtig sind
PCs und Smartphones sind unsere digitalen Begleiter im Alltag geworden. Wir speichern darauf Fotos, Kontaktdaten und wichtige Dokumente ab. Aber was passiert, wenn die Geräte verloren gehen, die Gerätespeicher nicht mehr funktionieren oder Schadsoftware die Daten löscht? Wie wichtig eine Sicherung der Daten („Backup“) ist, wird häufig erst dann deutlich, wenn man sie braucht.
Zwei Möglichkeiten zur Datensicherung
Lokales Backup: Übertragt eure Daten einfach auf andere Geräte oder Speichermedien (USB-Sticks, Festplatten).
• Vorteil: Leicht zu kontrollieren
• Nachteil: Zeitaufwändig, Speichermedien & Geräte können auch kaputt gehen
Cloud-Backups: Ladet eure Daten in eine Cloud hoch
• Vorteil: Automatisch möglich und überall abrufbar
• Nachteil: Bei fremden Clouds sind eure Daten für Firmen und weitere Parteien sichtbar
Wichtig: Ein schlechtes Backup ist im Ernstfall besser als gar kein Backup.
Am Arbeitsplatz kümmert sich in der Regel eure IT um die Datensicherung. Informiere dich bei deinen IT-Mitarbeitenden, welche Daten gesichert werden.
Türchen 21: Sicherheit im Smart-Home
Ist dein Zuhause noch privat?
In der Weihnachtszeit bekommen viele von uns neue Smart-Home-Geräte wie Saugroboter oder Sprachassistenten geschenkt. Dabei ist es wichtig, auf Sicherheitsrisiken zu achten. Diese Geräte sind praktisch, aber sie können auch von Hackern angegriffen werden, wenn man sie nicht richtig sichert. Ein Saugroboter kann Daten über dein Zuhause sammeln. Ohne Schutz könnten diese Informationen in die falschen Hände geraten. Sprachassistenten könnten ebenfalls von Unbefugten gesteuert werden, wenn sie nicht mit starken Passwörtern gesichert sind. Um diese Risiken zu vermeiden, sollte man immer die Einstellungen überprüfen, starke Passwörter verwenden und regelmäßig Updates machen. So bleibt die Freude über das neue Geschenk ungetrübt und dein Zuhause sicher.
Hier ein paar Tipps, wie dein Zuhause dein privater Ort bleibt:
– Starke Passwörter verwenden: Erstelle für jedes Gerät ein einzigartiges und starkes Passwort. Vermeide einfache Kombinationen wie „123456“ oder „Passwort“. Ändere auf jeden Fall das voreingestellte Passwort vom Hersteller.
– Regelmäßige Updates: Halte die Software deiner Geräte immer auf dem neuesten Stand. Updates beheben oft Sicherheitslücken.
– Sichere Netzwerke: Verwende eine sichere WLAN-Verbindung mit einem starken Passwort. Tipp für Fortgeschrittene: Am Besten richtest du für deine Smarthome-Geräte ein eigenes WLAN ein.
– Zugriff beschränken: Erlaube nur vertrauenswürdigen Personen den Zugriff auf deine Smart-Home-Geräte.
– Datenschutz beachten: Informiere dich über die Datenschutzrichtlinien der Geräte und passe die Einstellungen an, um nur notwendige Daten freizugeben.
– Achte beim Kauf auf Bewertungen des Herstellers und Updatezeiträume, damit dein Gerät möglichst lange mit Updates versorgt wird.
Türchen 22: Abmahnfalle
Abmahnfalle
Abmahnfallen sind trickreiche Methoden, mit denen Verstöße gegen Rechte – oft Urheberrechte – entdeckt und kostenpflichtig abgemahnt werden. Typische Beispiele sind die unbewusste Nutzung geschützter Bilder, Musik oder Schriftarten sowie das Fehlen eines Impressums auf Webseiten. Auch kleine Fehler, wie unvollständige Datenschutzerklärungen, können teuer werden.
Besonders gemein: Manchmal werden solche Verstöße absichtlich provoziert, etwa durch irreführend gekennzeichnete Inhalte oder gefälschte Lizenzangebote.
Tipps:
Verwende nur rechtlich abgesicherte Inhalte unter freier Lizenz oder aus seriösen Bilddatenbanken, wie dem AWO-Redaktionsservice. Wende dich im Arbeitsalltag an deine Kommunikationsverantwortlichen.
Prüfe die eigenen Online-Präsenzen regelmäßig auf rechtliche Konformität.
Lasse dich bei Unsicherheiten rechtlich beraten.
Lass die Finger von illegalen Tauschbörsen.
Türchen 23: Sicheres Löschen
Sicheres Löschen
Daten löschen klingt simpel: Datei auswählen, auf „Löschen“ klicken – und weg ist sie. Oder? Nicht ganz! In vielen Fällen bleiben die Daten im Hintergrund bestehen und können wiederhergestellt werden. Das ist nicht nur ärgerlich, wenn du ein Gerät verkaufen möchtest, sondern auch ein Risiko für deine Privatsphäre.
Mit diesen Tipps sorgst du dafür, dass deine Daten wirklich sicher gelöscht werden:
Smartphones und Tablets – sicher löschen
Ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen reicht bei modernen Geräten oft aus – aber nicht immer. Vor dem Zurücksetzen solltest du sicherstellen, dass alle Konten (z. B. Google oder Apple ID) entfernt sind. Wirklich sicher bist du aber erst, wenn du vorher die Daten verschlüsselst und danach das Gerät zurücksetzt. So werden alle Reste unlesbar.
PCs und Notebooks – Daten unwiderruflich löschen
Das Leeren des Papierkorbs reicht nicht aus! Um eine Festplatte sicher zu löschen, nutze spezielle Programme wie DBAN. Bei SSDs solltest du auf den sogenannten „Secure Erase“-Befehl zurückgreifen, der von vielen Herstellern angeboten wird und über das BIOS erreichbar ist. Klingt kompliziert? Ist es leider auch! Ist in deinem PC eine SSD eingebaut, solltest du einen Experten hinzuziehen oder die Festplatte ausbauen (siehe letzter Tipp).
Externe Speichermedien – USB-Sticks, Festplatten und Co.
Auch auf externen Speichermedien sollten Daten sicher gelöscht werden. Da heutzutage die meisten externen Speichermedien keine klassischen Festplatten mehr sind, sondern SSDs, ist das sichere Löschen von Dateien nicht wirklich möglich. Man sollte immer das gesamte Speichermedium mit einem geeigneten Tool löschen!
Daten in der Cloud – sicher löschen
Ein Klick auf „Löschen“ in einem Cloud-Speicher wie Google Drive oder Dropbox bedeutet oft nicht, dass die Daten sofort verschwinden. Häufig bleiben sie für eine gewisse Zeit auf den Servern des Anbieters erhalten. Prüfe die Löschrichtlinien deines Cloud-Dienstes und lösche wichtige Daten manuell aus dem Papierkorb der Cloud. Beim Ablegen von Daten in der Cloud ist es stets sinnvoll, diese zuvor zu verschlüsseln.
Daten auf alten Geräten – sicher löschen bei der Entsorgung
Bevor du ein altes Gerät verkaufst oder entsorgst, solltest du sicherstellen, dass alle gespeicherten Daten unlesbar gemacht wurden. Für Festplatten und SSDs kann dies durch sicheres Löschen erfolgen. Alternativ kannst du die Geräte physisch zerstören – ein Hammer und eine Bohrmaschine machen kurzen Prozess mit alten Festplatten.
Türchen 24: Zusammenfassung und Verabschiedung
Sichere und frohe Weihnachten
Liebe:r AWO-Freund:in,
wir hoffen, dass dir der IT-Sicherheits-Adventskalender gefallen hat. Es wäre für uns alle ein schönes Weihnachtsgeschenk, wenn du durch den Kalender etwas gelernt hast, praktische Tipps mitnehmen konntest und vor allem für das Thema IT-Sicherheit sensibilisiert wurdest. Auch wenn es ein komplexes Thema ist, kann man schon mit einfachen Schritten viel erreichen, um dem digitalen Grinch und seinen Cyberkriminellen das Leben schwer zu machen.
Deshalb haben wir die wichtigsten Tipps noch einmal für dich zusammengefasst.
Mit diesem letzten Türchen möchten wir uns als AWO-ventskalender-Team der DNA-Community von dir verabschieden.
Bis nächstes Jahr!?
Das AWO-ventskalender-Team:
Alexandra von Bassen, Leitung Qualitätsmanagement, AWO Bezirksverband Unterfranken e. V.
Bernhard Steinke, Fachreferent JMD digital-hub, AWO Bundesverband e.V.
Karsten Manns, Informationssicherheitsbeauftragter, AWO Bezirksverband Westliches Westfalen e.V.
Nicole Hedler, Digitalisierungsbeauftragte · Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH
Matthias Schug, Projektleitung DigiTeilhabe, AWO Bundesverband e.V.
Sven Jaschke, Referent für die fachliche IT-Koordination, AWO Bundesverband e.V.
Unterstützer*innen:
Céline Grünewald, AWO Bundesverband
Christina Bräutigam, AWO Gießen
Pascal Jabusch, AWO Niederrhein
Frederik Palmer, AWO Bundesverband
Nicht vergessen:
Nutze starke und einzigartige Passwörter, am besten mit einem Passwortmanager.
Aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung für wichtige Konten.
Halte deine Geräte und Software durch regelmäßige Updates aktuell.
Sei vorsichtig beim Öffnen von E-Mails oder Links aus unbekannten Quellen.
Schütze deine Daten durch regelmäßige Backups – lokal oder in der Cloud.
Verwende sichere Browser-Einstellungen und Werbeblocker.
Sei vorsichtig mit der Weitergabe deiner persönlichen Daten.